Jauchzet dem Herren alle Welt - Kantate für Sopran solo

 

Komponist/Autor:

Kahle, Johann Justus

Verlagsnummer:

PF-2099
ISMN:

9790501393503 (Partitur)

 
Bearbeiter/Herausgeber: Dremel, Erik
Sprache(n) des Textteils: Deutsch, Englisch
Produktart: Partitur
Enthaltene Einzelstimme(n):

-

Erscheinungsform: Broschiert
Seitenzahl / Format: 46 S. - 31,0 x 24,3 cm

Urtext

Sopran solo, 2 Violinen, Viola, 2 Oboen und Basso continuo

 

Johann Justus Kahle wurde am 12. April 1668 in der Kirche St. Stephani zu Helmstedt getauft, in der selben Kirche, in der er später als Organist wirkte. Von seinem kompositorischen Schaffen sind nur vier Kirchenkantaten handschriftlich überliefert. 

 

Prächtig ist die Kantate Jauchzet dem Herrn. Psalm 100 bildet die Grundlage, wobei nach jedem Psalmvers eine Arie eingeschoben ist, die den Text auslegt. Nach einer festlichen Introduction erklingt fanfarenartig die Aufforderung: Jauchzet! Voller Jubelfreude scheinen die Koloraturen kein Ende nehmen zu wollen. Die Arie interpretiert Gott als Baumeister, von dessen Ruhm sein Werk kündigt, und den Musiker als Instrument des Lobes einsetzt. Geradezu anrührend ist die etwas steile Metapher vom Schaf, das mit seinen Körperteilen dem Gotteslob dient, indem es seine Körperteile für die Instrumente bereitstellt, – wobei zu bedenken ist, dass aus Schafdarm die Saiten für die Streichinstrumente gefertigt wurden wie auch Blasebälge für die Orgel und Ventildichtungen aus Schafleder üblich waren. Auch das Anklingen der Vergänglichkeit beim menschlichen Bauen gegenüber der ewig stehenden Gnade und Wahrheit Gottes im Kontext einer Kantate zur Weihe des Kirchenbaus hat etwas fromm Bewegendes, das die Relativität aller menschlichen Bemühungen klar ausspricht (»der höchste Thurm zerfällt / die stärcksten Mauern brechen / nur deine Gnad und Wahrheit hält«). Ein einzigartiges Unisono-Finale schließt die Kantate auf dem Wort »Amen«. 

 

Der Herausgeber

 

Dr. Erik Dremel studierte Musikwissenschaft, Evangelische Theologie, Philosophie und Germanistik in Hamburg und Birmingham (UK). Es folgten ein Promotionsstudium an der Universität Hamburg sowie ein DAAD-Stipendium für Großbritannien.

 

  • Research Fellow an der University of Birmingham
  • Forschungsaufenthalte in London (British Library) und Birminghamm(Barber Institute of Fine Arts)
  • 2001-2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Liturgik und Kirchenmusik an der Theologischen Fakultät der MLU
  • Promotion 2004 (Pastorale Träume. Böhlau: Köln, Weimar, Wien 2005)
  • 2004-2006 Wissenschaftlicher Geschäftsführer am Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung der MLU
  • Lehrauftrag für Liturgiewissenschaft am Seminar für Praktische Theologie der MLU
  • seit 2006 Studienleiter am Evangelischen Studienhaus der KPS 
  • Forschungsprojekt zur Textgrundlage Lutherischer Kirchenkantaten im 17. Jahrhundert (dazu Tagungen: Halle 2006, Zürich 2007, Hamburg 2009 gemeinsam mit Dr. Ute Poetzsch, Telemann-Zentrum Magdeburg und Gunilla Eschenbach, Literaturwissenschaftliches Institut Hamburg)
  • kooperative wissenschaftlich-musikalische Projekte zur Kirchenmusik des 17. Jahrhunderts mit den Händel-Festspielen Halle, dem Spezialensemble collegio halense Halle (www.collegio-halense.de), der Lautten Compagney Berlin, dem CD-Label Raumklang Leipzig und dem Carus-Verlag Stuttgart
  • Kantor an der Peterskirche zu Leipzig
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Editionsprojekt der Schriften des Institutum Judaicum der Franckeschen Stiftungen
  • Dozent für Hymnologie und Gregorianik an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle 


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