Welt adieu, ich bin dein müde - Kantate zum 24. Sonntag nach Trinitatis

 

Komponist/Autor:

Kuhnau, Johann

Verlagsnummer:

PF-2092
ISMN:

9790501393398 (Partitur)

9790501393787 (Klavierauszug)

 
Bearbeiter/Herausgeber: Erler, David
Sprache(n) des Textteils: Deutsch, Englisch
Produktart: Partitur
Enthaltene Einzelstimme(n):

-

Erscheinungsform: Gebunden
Seitenzahl / Format: 84 S. - 31,0 x 24,3 cm

Urtext

SSATB, 2 Vl., 2 Vla., 2 Cor., 2 Ob., Fl., Timp.,B.c.

 

Die Kantate Welt adieu, ich bin dein müde ist bestimmt für den 24. Sonntag nach Trinitatis und damit sehr spät im Kirchenjahreskreis anzusiedeln. Aufgrund dieser Datierung und der quellenkritischen Erörterungen ist von einer Entstehung in den Jahren 1719 oder 1720 auszugehen. Trotz der fehlenden drei Vokalstimmen Canto I, Canto II und Alto ist mit annähernder Sicherheit zu konstatieren, dass hier eine reine Choralkantate vorliegt. Sie stellt damit einen von nur zwei erhaltenen Beiträgen Kuhnaus zu dieser Gattung dar.

 

Welt adieu, ich bin dein müde ist somit zugleich eines der seltenen Beispiele für Kuhnaus Umgang mit Chorälen, denn im Hinblick auf alle weiteren erhaltenen Kantaten fällt auf, dass die Einbeziehung von Chorälen bei ihm eher Ausnahme denn Regel zu sein scheint. Der Text des Chorals stammt von Johann Georg Albinus (1624–1679). Albinus wurde in Nessa geboren, studierte in Jena und Leipzig Theologie und war ab 1653 zunächst Rektor der Naumburger Domschule, ab 1657 bis zu seinem Tod Hauptpfarrer der Naumburger Kirche St. Othmar. Den Choral Welt ade verfasste er für das Begräbnis einer Tochter Abraham Tellers, des Diakons an St. Nikolai zu Leipzig, im Jahre 1749. Im Anhang der gedruckten Leichenpredigt wurde er als vierstimmiger Cantionalsatz aus der Feder Johann Rosenmüllers (1617–1684) publiziert.

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